5 Fragen an… Christian Endres

Nicole Glücklich

Christian Endres schreibt regelmäßig für das Hauptstadtmagazin zitty, den Tagesspiegel, Nautilus – Abenteuer & Phantastik, das ICOM COMIC!-Jahrbuch, deadline, phantastisch!, und Das Science Fiction Jahr. Außerdem betreut er als Comic-Redakteur u. a. die deutschen Ausgaben von Spider-Man, Conan, den Avengers und Hellboy.

Zu seinen Werken als Autor gehören der Fantasy-Episodenroman Der Preis des Lebens sowie die Story-Sammlungen Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes und Die Zombies von Oz. Er wurde bereits mehrfach mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, u. a. auch für seine Pastiche-Sammlung neuer fantastischer Fälle des Meisterdetektivs (2010).

Christian Endres lebt als freier Autor und Redakteur in der Nähe von Würzburg.

Blog und mehr: http://www.christianendres.de

1) Erinnern Sie sich noch, wann Sie Sherlock Holmes zum ersten mal gelesen haben?  Welches Abenteuer war dies und was hat Ihnen damals besonders gut gefallen?

 Das Glück der späten Geburt: Ich habe mich gleich beim ersten Mal chronologisch durch den Original-Kanon gearbeitet, nachdem ich damals recht günstig eine Neuauflage der grünen Haffmans-Edition bekommen habe. Da war ich 14, vielleicht 15. „Im Zeichen der Vier“ hat mir von den Romanen am besten gefallen. Ansonsten bin ich gerade in Sachen Conan Doyle und Holmes ein Fan der Kurzgeschichten.

 2) Lesen Sie heute noch Sherlock Holmes Abenteuer?

 Nicht mehr so viele wie noch vor ein paar Jahren, aber der eine oder andere Pastiche landet zwischendurch schon auf dem Lesestapel. Um mal wieder alle Originalgeschichten zu lesen, hat es nun aber schon einige Zeit nicht mehr gereicht. Das habe ich das letzte Mal für die Recherche zu „Sherlock Holmes und das Uhrwerk“ getan (dafür dann aber gleich richtig, mit Baring-Goulds Biografie und allem drum und dran).

3) Was verbinden Sie mit Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson?

Viele tolle Lesestunden – und die beiden Figuren, die mir schreiberisch mit am leichtesten von der Hand gehen, quasi aus dem Stegreif heraus. Sie sind wie zwei alte Freunde, die man immer wieder gerne besucht. Der Ton, das Ambiente, die Charaktere … das ist alles sofort unglaublich vertraut, wenn’s richtig gemacht ist.

4) 1887 erschien das erste Sherlock Holmes Abenteuer. Was denken Sie: Warum ist der berühmte Meisterdetektiv heute noch so populär?

Er ist der unsterbliche Archetyp des Gentleman-Detektivs, der auch für viele Menschen gültig ist, die noch nie eine Holmes-Story gelesen haben. Außerdem hat Holmes viele Facetten und funktioniert in allerhand Settings und Arten von Geschichten. Mit ihm wird es nie langweilig, egal ob Autor oder Leser.

5) Basil Rathbone, Jeremy Brett – aber auch Peter Cushing, Roger Moore, Hans Albers, Ian Richardson, Robert Downey Jr. und viele andere mehr. Welcher Schauspieler oder welche Verfilmung gefällt Ihnen besonders?

Rathbone, Cushing und Brett sind mit Sicherheit über jeden Zweifel erhaben. Mein Lieblings-Film-Holmes ist aber trotzdem Sir Robert Stephens aus Billy Wilders grandiosem “Das Privatleben des Sherlock Holmes”. Doch auch Michael Caine ist in “Genie und Schnauze” fantastisch. Und auch Guy Ritchies Neuansatz hat mir zuletzt richtig gut gefallen.

2 Comments

  1. März 7, 2011 at 3:57 pm

    […] Hier geht’s nun zum neuen Interview ganz im Zeichen der Vier von Sherlock und Watson. […]

  2. Nina
    März 27, 2011 at 6:05 pm

    Ein interessantes Interview!

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