5 Fragen an… Dr. Klaus-Peter Walter

Nicole Glücklich

Klaus-Peter Walter wurde 1955 in Michelstadt im Odenwald geboren, studierte in Mainz Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Philosophie und lebe seither als Autor, Lexikonmacher und Literaturkritiker in Bitburg in der Eifel. Bleibt nur die Frage: wie kommt man damit auf Sherlock Holmes?

 

Seine letzte Veröffentlichung war der Roman: Sherlock Holmes im Reich des Cthulhu (2008)

 1.)   Erinnern Sie sich noch, wann Sie Sherlock Holmes zum ersten Mal gelesen haben? Welches Abenteuer war dies und was hat Ihnen damals besonders gut gefallen?

Das war nach meiner Karl-May- und vor meiner Jules Verne-Phase, als die von Nino Erné herausgegebene Reihe „Sherlock Holmes‘ Kriminalfälle“ für 2,40 DM pro Band bei Heyne zu erscheinen begann, mithin also 1965 oder etwas später. Am meisten beeindruckt war ich vom Absturz in die Reichenbach-Fälle und die anschließende wundersame Resurrectio.

2.)   Lesen Sie heute noch Sherlock Holmes Abenteuer?

Natürlich! Die Originale wie die Pastiches. Aber die Originale sind besser, ich nehme da meine eigenen kleinen Werke nicht aus.

3.)   Was verbinden Sie mit Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson?

Wahre Freundschaft vergeht nicht, außerdem verkörpern die beiden, manchmal das wechselweise und überkreuz Prinzip wie niemand sonst.

4.)   1887 erschien das erste Sherlock Holmes Abenteuer. Was denken Sie: Warum ist der berühmte Meisterdetektiv heute noch so populär?

Weil er als Projektionsfläche für wirklich alles zu dienen vermag – siehe nur Umberto Eco, „Der Name der Rose“. Seine Geschichte ist längst noch nicht auserzählt.

5.)   Basil Rathbone, Jeremy Brett – aber auch Peter Cushing, Roger Moore, Hans Albers, Ian Richardson, Robert Downey Jr. und viele andere mehr. Welcher Schauspieler oder welche Verfilmung gefällt Ihnen besonders?

Seltsamerweise jemand, der kaum mit Sherlock Holmes in Verbindung gebracht wird: Michael Caine in „Without a Clue“. Holmes, eine Erfindung des genialen Detektivs Dr. Watson, wird von einem versoffenen Schauspieler verkörpert, der nichts kann außer fechten, aber das im richtigen Augenblick und sehr gut. Dazu ein glänzend aufgelegter Ben Kingsley als Watson. Superb!

Gut, weil herrlich hochnäsig fand ich auch Robert Stephens in „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ von Billy Wilder und John Neville in „Study in Terror“ („Sherlock Holmes‘ größter Fall“, wo Holmes Jack the Ripper jagt, nach dem Roman von Ellery Queen). Unvergesslich hier Robert Morley als Mycroft!

Robert Downey Jr. hat seine Sache allerdings ebenfalls glänzend gemacht, ist allerdings zu viel Hippie statt Holmes; das Drehbuch jedoch ist ansonsten genial! Serientäter in Sachen Holmes mag ich nicht so.

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