Nicole Glücklich

Geboren 1957 in Rheydt, lebt als freier Autor in Köln.
Studium der Philosophie, Germanistik und Komparatistik in Bonn.
Schon während des Studiums Tätigkeit als Antiquar, zuerst in Bonn, dann ab 1986 in Köln.
Seit den frühen 70er Jahren Studium der asiatischen Kampfkunst.

Neben „Der vierte König“ und anderen Sherlock-Holmes-Pastiches erschienen erst kürzlich seine beiden Geschichten „Ein Drei-Tassen-Problem“ und „Mord im Afrika-Klub“ im emons-Verlag.

1.) Erinnern Sie sich noch, wann Sie Sherlock Holmes zum ersten Mal gelesen haben? Welches Abenteuer war dies und was hat Ihnen damals besonders gut gefallen?

Ich bin erst spät auf Doyle und Sherlock Holmes gestoßen, während meines Examens, 1984, als die Neuübersetzung in den schönen Bänden bei Haffmanns erschien. Damals habe ich den gesamten Kanon gelesen.

2) Lesen Sie heute noch Sherlock-Holmes-Abenteuer?

Eher selten. Für meinen Marius van Larken stand Holmes natürlich Pate, aber zu große Nähe kann manchmal hinderlich sein beim Schreiben.

3) Was verbinden Sie mit Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson?

Die Vorstellung einer Zeit, in der Verbrechen mit Stil, Witz und Eleganz aufgeklärt werden. Also ein künstliches Paradies. Das wußten auch die Viktorianer, als sie bei Holmes Tod den Trauerflor anlegten.

4) 1887 erschien das erste Sherlock Holmes Abenteuer. Was denken Sie: Warum ist der berühmte Meisterdetektiv heute noch so populär?

Eine erschöpfende Erklärung für dieses bemerkenswerte – und soweit ich sehe: auch einzigartige – Phänomen habe ich nicht. Sherlock Holmes stellt eine Zäsur dar, mit ihm beginnt die moderne Kriminalliteratur. Doyle hat die verschiedenen Elemente der älteren Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts vereinigt und daraus etwas Neues geschaffen, das bis heute noch nachwirkt und das Genre mitprägt. In diesem Sinne ist Sherlock Holmes nie veraltet.   

5) Basil Rathbone, Jeremy Brett – aber auch Peter Cushing, Roger Moore, Hans Albers, Ian Richardson, Robert Downey Jr. und viele andere mehr. Welcher Schauspieler oder welche Verfilmung gefällt Ihnen besonders?

In die Aufzählung gehört unbedingt noch Christopher Plummer. Auch John Cleese sollte man nicht vergessen. Jeremy Bretts grandiose Interpretation dürfte wohl am ehesten dem Original entsprechen, aber Downey gefällt mir auch sehr gut. Er kommt meiner Vorstellung von Sherlock Holmes ziemlich nahe, und ich hoffe, es gibt ein Wiedersehen mit ihm und Law als Dr. Watson.

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