Dortmunder Schüler lösen „Neue Fälle mit Sherlock Holmes“

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Sherlock Holmes und Dr. Watson kommen am Wochenende nach Dortmund-Brünninghausen – in Gestalt zweier Elftklässler: Die Georgschule zeigt am Freitag und Samstag (22. und 23. Februar) „Neue Fälle für Sherlock Holmes“ jeweils um 20 Uhr.

Dem Stück von Cornelia Wagner zugrunde liegen das Rätsel von Boscombe Valley und der Skandal in Böhmen. Holmes bearbeitet beide Rätsel gleichzeitig („Zwei Fälle gleichzeitig, das ist ein Traum!“) und mag dabei auf Watsons Hilfe nicht verzichten: „Legen Sie noch eine Fahrkarte für Watson drauf“, ruft er Lestrade zu, als ihn dieser im Boscombe-Fall um Hilfe bitten.

Die Förderschüler spielen unter der Regie von Margareta Wallmann, die sich unter anderem auch um die Kulissen kümmert. Vor allem aber erklärt sie den Schülern, wie sie ihre Rollen noch besser gestalten können. Das fest installierte Theater ist mit passenden Möbeln eingerichtet, kann aber schnell in einen Bahnhof (mit Victoria-Station-Schild und Bank) oder das Haus von Irene Adler umgestaltet werden. Auch die Technik, vor allem die Beleuchtung, übernehmen die Schüler. 15 Schauspieler (auch aus der 9. und 12. Klasse) und zwei Techniker sind beteiligt.

Die Darsteller stellen ihre Rollen souverän dar, wie während einer Probe zu sehen ist. „Ich musste erst den richtigen Draht zu der Figur finden. Ich habe geübt, wie er zu sprechen“, erklärt „Sherlock Holmes“ Marvin (17), der 330 Textpassagen hat. Zur Vorbereitung hat er sich unter anderem Holmes-Filme mit Robert Downey Jr. und Basil Rathbone angesehen. „Es macht Spaß in der Klassengemeinschaft zu spielen“, findet Yannick (Dr. Watson), der bereits zum zweiten Mal auf der Bühne der Georgschule steht. Mandy hat sich ebenfalls mit Filmen auf ihre Rolle der Irene Adler vorbereitet. „Ich stand schon öfter auf der Bühne“, sagt sie. Mit feiner, aber fester Stimme bietet sie Holmes Paroli und schafft es, dass sich dieser mehr für sie interessiert, als ihm lieb ist. „Ich finde die Rolle verführerisch und aufregend.“ Man lerne auch mit Kritik umzugehen, so Xena (Alice Turner und Mrs. Hudson).

Zum Stück gibt es ein umfangreiches Programmheft, unter anderem mit einem Interview mit der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft und einer Vorstellung aller Darsteller. Das Heft haben Lehrer und Schüler gestaltet. Um die Werbeaquise haben sich Wilhelm Ellenbeck, Eltern und Schüler gekümmert, um Fotos und Gestaltung Harald Thon.

Die Georgschule ist eine Freie Waldorfschule mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung und Lernen. Gespielt wird im Theater regelmäßig: „Die achten und die elften Klassen führen jedes Jahr etwas auf“, erklärt Projektleiterin Beate Kassemeier, die die spielende Klasse auch betreut. „Viele Schüler blühen regelrecht auf. Manche, die im Unterricht kaum etwas sagen, haben hier Sprechrollen.“ „Und es stärkt das Selbstbewusstsein“, so Margareta Wallmann. „Die Schüler sollen lernen, vor Publikum zu sprechen. Und sie sollen gemeinsam etwas schaffen.“

Die Aufführungen sind jeweils um 20 Uhr im Forum der Georgschule, Mergelteichstraße 63. Der Eintritt ist frei.

Beate Kassemeier (l.) und Margareta Wallmann (r.) erklären Marvin (2.v.l.) als Sherlock Holmes, Mandy (M.) als Irene Adler und Yannick als Dr. Watson das richtige Spiel.

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