Nicole Glücklich

In der vergangenen Woche fanden in Straßburg die Dreharbeiten zu Guy Ritchies „Sherlock Holmes“-Fortsetzung statt. Bereits seit mehr als zwei Wochen wird in den regionalen Medien immer wieder darüber berichtet, denn für den Film verwandelt sich die auch ansonsten wunderschöne Altstadt des elsässischen Städtchens in das Straßburg des Jahres 1891, in dem gerade die 20jährige Zugehörigkeit der vorher französischen Region Elsaß-Lothringen zum deutschen Kaiserreich gefeiert wird. Das verkündet ein großer Banner in der Rue Mercière mit Blick auf die Kathedrale und die Fahnen in den Farben des Kaiserreichs, von denen die angrenzenden Häuser geschmückt werden. Vor der Kathedrale ist ein großer Pavillon aufgebaut, der bei der Explosion in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bereits Anfang Januar riefen Zeitungen und lokale Radiosender zum Casting in Straßburg auf. Etwa 240 Statisten wurden für die Szene auf dem Platz vor der Kathedrale gesucht, die auch eine Actionszene – nämlich einen Anschlag mit Explosion – enthält. Diese Szene wurde gestern gedreht und drei DSHG-Mitglieder durften auf Einladung der französischen Presse dabei sein. Im Vorfeld war ein großes Geheimnis daraus gemacht worden, ob das Set einsehbar sein würde und ob die Presse Einblick erhalten würde. Vor Ort zeigte sich jedoch, dass die Dreharbeiten sehr fanfreundlich gestaltet wurden und Schaulustige relativ nah bei dem Geschehen dabei sein konnten. Insgesamt war eine etwa 400 Mann starke Crew vor Ort, die dafür sorgte, dass alles fehlerfrei lief beim Dreh. Die Kulissen und selbst die Überreste des zerstörten Pavillons wurden Tag und Nacht von Sicherheitsleuten bewacht, damit nichts von Touristen mitgenommen wurde.

Am Donnerstagabend erhielten wir bereits einen ersten Eindruck von dem geplanten Special Effect, bei dem eine Kutsche von der Explosion zur Seite geschleudert wird. Außerdem bewunderten wir die Kulissen, mit denen die gesamte Altstadt verkleidet worden war.Am Freitag quartierten wir uns schließlich mit einigen anderen Journalisten der französischen und deutschen Presse in einem an das Set angrenzenden Gebäude ein, von wo aus wir einen perfekten Ausblick auf das Geschehen hatten. Hauptaugenmerk lag an diesem Tag auf der Explosion, die insgesamt dreimal wiederholt wurde, bis sie im Kasten war. Auch die Schlussszene, in der die verletzten Insassen der Kutsche in Nahaufnahme zu sehen sind, wurde viermal wiederholt, bis Guy Ritchie damit zufrieden war. Während dieser Zeit, die etwa anderthalb Stunden dauerte, mussten die von der Explosion betroffenen Statisten am Boden verharren, was bei 6 Grad Außentemperatur wahrlich keine schöne Aufgabe war.

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Gegen 16.30 Uhr waren die Dreharbeiten in Straßburg endgültig beendet und die Aufräumarbeiten begannen. Ab 18.30 Uhr konnte das Set wieder von den vielen Schaulustigen betreten werden. Heute werden alle Kulissen abgebaut und Normalität kehrt in das eigentlich zu dieser Jahreszeit verschlafene Straßburg zurück, das in den letzten beiden Wochen jedoch aufgrund der Dreharbeiten von hunderten Touristen belagert wurde, was für die lokalen Geschäfte, Restaurants und Hotels natürlich ein glücklicher Umstand war. Obwohl es in der Presse stets dementiert wurde, waren sowohl Robert Downey jr. als auch Rachel McAdams am Set, letztere wird auch in der Eröffnungssequenz des Films zu sehen sein.

Weitere Informationen und Fotos werden auch in der kommenden Ausgabe des Sherlock Holmes Magazins (Ausgabe März) zu finden sein!

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich bei Kevin Collette (MEDIA BIS): Merci Kevin pour ton aide et naturellement pour le jour très interessant!, und bei der Kulturbeauftragten der Stadt Straßburg Sylvie Cerf: Merci beaucoup pour l’occasion d’observer le tournage et pour votre hospitalité!

Für alle, die sich für Straßburg und die Locations interessieren, an denen gedreht wurde, hier der Link zum Tourismusbüro Straßburg.

One Comment

  1. Brain Omarion
    Brain OmarionAntworten
    Februar 6, 2011 at 10:26 am

    Toller Bericht! Tolle Fotos!

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