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aus Kölner Wochenspiegel, 05.04.2013 – mit freundlicher Genehmigung

Schaurig schön und echt professionell
Anna-Freud-Schüler präsentierten „Der Hund von Baskerville“

Foto: (c) Dröge: Im Moor stießen Sherlock Holmes (Caroline Mülheims) und Dr. Watson (Nicolas Wonschik) auf das Lager eines Unbekannten.

Müngersdorf (cd). Das Musical der Anna-Freud-Schule versprach Nervenkitzel pur: Die Theater-AG der Schule hatte mit „Der Hund von Baskerville“ einen Klassiker der Krimi-Literatur einstudiert.

Darin müssen Detektiv-Legende Sherlock Holmes (Caroline Mülheims) und sein treuer Freund Dr. Watson (Nicholas Wonschik) das gewohnte London verlassen, um in der ländlichen Region Dartmoor im Dorf Grimpen einen unheimlichen Fall aufzuklären: Auf der alteingesessenen Familie Baskerville soll ein Fluch liegen, durch den diese von einem Geisterhund heimgesucht wird, dem nun der letzte Baskerville, Sir Charles Baskerville, zum Opfer gefallen sein soll. Auch sein einziger Erbe, Sir Henry Baskerville aus Kanada, ist in Gefahr. Aber natürlich hätte Sherlock Holmes nicht seinen guten Ruf, wenn er sich mit dieser Erklärung zufrieden geben würde. Im nahegelegenen Moor kommt er schließlich einem Geheimnis auf die Spur… Neben der Spielfreude der Darsteller auf der Bühne beeindruckte bei der gemeinsamen Produktion der Theater-AG, der Musik-AG und des Projekt-Kurses Gestalten vor allem der Aufwand, den die Schüler betrieben, um die düstere Stimmung der Vorlage wiederzugeben. Statt Kulissen nutzten sie auf Leinwände projizierte Schwarz-Weiß-Fotografien von Mooren und alten Häusern, die eine schaurig- schöne Stimmung verbreiteten. Für die Vorgeschichte des Fluches von Baskerville hatten die Mitglieder des Projekt- Kurses Gestalten sogar eine beeindruckende Animationssequenz erarbeitet, die auf die Wand über der Bühneprojiziert wurde. Der Chor und die Band untermalten das Geschehen auf der Bühne mit stimmungsvollen Klängen aus Grusel-Klassikern wie „Halloween“ oder „Vertigo“. Beim Ton und der Beleuchtung konnte die Produktion zudem auf professionelle Unterstützung zählen: Dank einer Lernpartnerschaft mit dem WDR hatte der Kölner Regionalsender seine Auszubildenden des Bereichs Mediengestaltung und Veranstaltungstechnik zur Verfügung gestellt. Die setzten das Geschehen auf der Bühne mit einer ausgeklügelten Beleuchtung und tadelloser Tontechnik wirkungsvoll in Szene. Darüber hinaus nahmen sie das Stück für eine Übertragung auf. Schulleiter Ludwig Gehlen dankte den Auszubildenden für ihren Einsatz: „Wenn man das ganze Equipment sieht, das sie mitbringen, sind wir sehr dankbar, denn das kann eine Schule gar nicht leisten.“ Doch auch die anderen Beteiligten vergaß er in seiner Dankesrede nicht, so dass diese einige Zeit in Anspruch nahm: Denn insgesamt waren an der Produktion des Stückes über 100 Personen beteiligt.

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